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Simone Hirth: 365 Tassen Kaffee mit der Poesie

Schon das vorige Werk von Simone Hirth aus Leibzig/ heute Kirchstetten NÖ „Das Loch“ Verlag Kremayr & Scheriau, war so experimentell und köstlich, dass man es gelesen haben muss. Sie behandelt in Form von Briefen wohl ihre eigene Rolle als junge Mutter, die seit der Geburt im Loch sitzt. Gemeinsam mit dem unablässig schreienden Baby reflektiert sie über Gott und die Welt und möchte auch übernächtig schreiben, da sie ja Autorin ist.

Klaus Ebner: Ausgewählte Lyrik

fang mir ein Haar/ich näh es mir/zum Spalten ein. Könnte es in dieser Selbstironie eine bessere Charakteristik des Verfassers dieser Zeilen geben? Oder sehen Sie die nächsten Zeilen auch mit diesem persönlichen Mehrwert?: nie wäre ich/geflohn/ein Wolken-/bruch/der Einsicht/ausweg-/los war ich/durchnässt. Es ist so schön so mutige Texte zu lesen zu bekommen!
Außerdem sind in so kurzen Miniaturen die Nuancen des Inhalts und der Sprache zu erspüren.

Roswitha Klaushofer: Spezies

Klaushofers Lieblings Spezies ist das gegenseitige Beeinflussen von Lyrik und Zeichnung. Es geling ein gegenseitiges Befruchten. Der hochkarätige Musiker und akademische Maler Wolfgang Seierl begleitet ihre Lyrik zum zweiten Male (Die Inseln: Ed. Tandem 2017). Er entwarf genauso umfassende Graphikmappen u. a. zu Texten von Gert Jonke, Ferdinand Schmatz, Julian Schutting usw. Auffallend ist sein leichter, spontaner Strich, der wie aus dem Gemüt oder Bauch zu kommen scheint.

Franzobel: Das Floss der Medusa

Happy End nicht möglich! Franzobel ist nach seinem zweiten Krimi „Groschens Grab“ 2015, Zsolnay ein herausragendes Werk in einer ganz anderen Sparte gelungen, und zwar dem Genre des Historischen Romans! Die Medusa ging1816 unter und für alle, die nicht in den Rettungsbooten Platz fanden, wurde ein Floss gebaut. Allerdings standen darauf alle hüfttief im Wasser. Uns so begann der grausame Kampf des Überlebens und gezielten Ablebens vieler. Jeder der 147 Passagiere, der tot war, bildete eine größere Überlebenschance für die noch am Floss Weilenden. Denn nur zwei Fässer Wein und Drei Fässer Wasser und ein Sack Zwieback sollten für 13 Tage der Proviant sein.

Uwe-Michael Gutzschahn: Die Muße der Mäuse

Zur Erheiterung der Kinder. Es darf wieder gereimt werden und in der „Li” oder „Bi”-Sprache geredet werden! Denn alles, was Kinder zum Lachen bringt ist ein Gewinn. Sprachspielereien sind stets sozial- und entwicklungs-pädagogisch wertvoll und animieren zum weiteren Wort-Basteln. Um dies zuwege zu bringen ist natürlich das Durchschauen des Aufbaues der Sprache nötig, sowie ein Reflektieren darüber: Was ist lustig? Welcher Doppelsinn klingt an? Welche Sinnerweiterungen sind möglich? Wie oder was soll verkleidet oder versteckt werden? Wird es nicht zu verkopft sondern für junges Lesepublikum leicht erfassbar?

Christoph Herzeg: Die große Suche des kleinen Hasen Henri

Über die Freundschaft:

Der kleine Hase ist auf der Suche und weiß eigentlich nicht wonach. Weil er gesprächig ist und andere Tiere um Rat fragt, kommt er zu guten Ratschlägen und wohlüberlegten Geschenken, die ihm helfen sollen. So gibt ihm der Frosch Friedolin einen Spiegel, mit dem er in sein Herz schauen soll und wünschte sich vom Hasen einen Besuch, wenn er gefunden hätte, was er sucht.