Franzobel: Das Floss der Medusa
Happy End nicht möglich! Franzobel ist nach seinem zweiten Krimi „Groschens Grab“ 2015, Zsolnay ein herausragendes Werk in einer ganz anderen Sparte gelungen, und zwar dem Genre des Historischen Romans! Die Medusa ging1816 unter und für alle, die nicht in den Rettungsbooten Platz fanden, wurde ein Floss gebaut. Allerdings standen darauf alle hüfttief im Wasser. Uns so begann der grausame Kampf des Überlebens und gezielten Ablebens vieler. Jeder der 147 Passagiere, der tot war, bildete eine größere Überlebenschance für die noch am Floss Weilenden. Denn nur zwei Fässer Wein und Drei Fässer Wasser und ein Sack Zwieback sollten für 13 Tage der Proviant sein.
Franzobel:
Das Floss der Medusa
Wien Zsolnay, 2017, 590 S.
ISBN 978-3-552-05816-3