Roswitha Klaushofer: Spezies
Klaushofers Lieblings Spezies ist das gegenseitige Beeinflussen von Lyrik und Zeichnung. Es geling ein gegenseitiges Befruchten. Der hochkarätige Musiker und akademische Maler Wolfgang Seierl begleitet ihre Lyrik zum zweiten Male (Die Inseln: Ed. Tandem 2017). Er entwarf genauso umfassende Graphikmappen u. a. zu Texten von Gert Jonke, Ferdinand Schmatz, Julian Schutting usw. Auffallend ist sein leichter, spontaner Strich, der wie aus dem Gemüt oder Bauch zu kommen scheint.
Franzobel: Das Floss der Medusa
Happy End nicht möglich! Franzobel ist nach seinem zweiten Krimi „Groschens Grab“ 2015, Zsolnay ein herausragendes Werk in einer ganz anderen Sparte gelungen, und zwar dem Genre des Historischen Romans! Die Medusa ging1816 unter und für alle, die nicht in den Rettungsbooten Platz fanden, wurde ein Floss gebaut. Allerdings standen darauf alle hüfttief im Wasser. Uns so begann der grausame Kampf des Überlebens und gezielten Ablebens vieler. Jeder der 147 Passagiere, der tot war, bildete eine größere Überlebenschance für die noch am Floss Weilenden. Denn nur zwei Fässer Wein und Drei Fässer Wasser und ein Sack Zwieback sollten für 13 Tage der Proviant sein.
Jan-Eike Hornauer: Das Objekt ist beschädigt
Ein leidenschaftlicher Textzüchter (siehe www.textzuechterei.de), studierte Germanistik und Soziologie in Würzburg und lebt als Autor, Lektor und Herausgeber in München, der sich eher eine Zigarette in den Mund als ein Blatt vor den Mund nimmt.
Sophie Reyer: CORONA. Ein Chor,
Was kann einem Corona und diverse Verordnungen mit und ohne Lockdowns schon ausmachen, wenn man schreiben kann? Natürlich wäre ja auch eine Schreibblockade denkbar. Aber von der kann man/frau auch poetisch berichten.
Uwe-Michael Gutzschahn: Die Muße der Mäuse
Zur Erheiterung der Kinder. Es darf wieder gereimt werden und in der „Li” oder „Bi”-Sprache geredet werden! Denn alles, was Kinder zum Lachen bringt ist ein Gewinn. Sprachspielereien sind stets sozial- und entwicklungs-pädagogisch wertvoll und animieren zum weiteren Wort-Basteln. Um dies zuwege zu bringen ist natürlich das Durchschauen des Aufbaues der Sprache nötig, sowie ein Reflektieren darüber: Was ist lustig? Welcher Doppelsinn klingt an? Welche Sinnerweiterungen sind möglich? Wie oder was soll verkleidet oder versteckt werden? Wird es nicht zu verkopft sondern für junges Lesepublikum leicht erfassbar?
Egyd Gstättner: Ich bin Kaiser
Wenn sich Egyd Gstättner zum 60er ein Werk schreibt, dann muss alles vorkommen, was absurd, kaiserlichköniglich, korrupt und abstrus österreichisch ist.
Christoph Herzeg: Die große Suche des kleinen Hasen Henri
Über die Freundschaft:
Der kleine Hase ist auf der Suche und weiß eigentlich nicht wonach. Weil er gesprächig ist und andere Tiere um Rat fragt, kommt er zu guten Ratschlägen und wohlüberlegten Geschenken, die ihm helfen sollen. So gibt ihm der Frosch Friedolin einen Spiegel, mit dem er in sein Herz schauen soll und wünschte sich vom Hasen einen Besuch, wenn er gefunden hätte, was er sucht.
Carl Aigner: EIKON International Magazine for Photography and Media
EIKON, vor 31 Jahren von Carl Aigner gegründet, ist bei der Nr. 121 angelangt. Sie ist heutzutage viel mehr als eine Zeitschrift mit über 100 Seiten. Sie ist eine Plattform für Fotografie und Medienkunst. Die Medieninhaber beteiligen sich bei Kunsteditionen und Ausstellungen im Q21/MuseumsQuartier Wien und bespielen einen eigenen Schauraum seit 2020 und geben Sonderpublikationen und –drucke heraus. Die Aufgabenfelder sind weiters nationale und internationale Kooperationen, wie u. a. Kunstmessen und die Erweiterung der eigenen Fachbibliothek.
Elfriede Bruckmeier: Kostproben
Elfriede Bruckmeier, geb. 1940 in Wien, veröffentlicht ihre Texte seit 1982, kuratiert und leitet nun nach dem Tod ihres Gatten, dem Maler Lothar Bruckmeier, den Verein für Kunst und Kultur in Eichgraben, NÖ. Dafür haben sie den alten Bahnhof Eichgraben für Ausstellungen adaptiert und renoviert.
Marielis Seyler: Momentum Frau
Frau im Universum. Als Herausgeber dieses wertvollen deutschen-englischen Bildbandes firmiert Carl Aigner. Er stellte ein Vorwort von Georg Baselitz zur Künstlerin voran, ließ den Autor Julian Schutting zu ihren Bildern eine Antwort geben und den Kurator Günther Oberhollenzer zu ihren Kohlblatt-Bildern, die 2020 in Wien ausgestellt waren, sprechen (Oberhollenzer kuratierte auch 2022 ihre Ausstellung im Museum Daubiana bei Bratislava). In einem eigenen Interview kam Carl Aigner zu den wesentlichen Punkten, die die Fotokünstlerin bewegen.
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