Michael Burgholzer: 108
Grauslich gut! Michael Burgholzer, geboren 1963 in Linz, liebt Lyrik und erhielt zahlreiche Literaturpreise. Veröffentlichte zuletzt „Meine Reise zu den Nashörnern Österreichs”, 2017 Edition Art Science und zeigt mit diesem Titel schon Humor. Bei den vorliegenden 108 Texten ist der Humor abgrundtief. Er legt gereimte Lyrik, eventuell in Form von Sonetten, vor, wie auch Ungereimtes.
Milena Michiko Flašar: Oben Erde, unten Himmel
Die Protagonistin Suzu lebt mit Hamster in einer japanischen Großstadt, ist die Ich-Erzählerin und leitet durch den Roman. Sie braucht nicht viel Gesellschaft um sich, ist jedoch traurig, dass ihr Freund sie nicht mal mehr anspricht und sie von einem Tag auf den anderen als Kellnerin wegen „mangelndem Liebreiz” gekündigt wird.
Manfred Schlüter: GURUKU GURUKURU
Kleine Kinder lieben Reime und kurze Sinn- oder Unsinn-Sprüche, sie haben ein Gespür für die Sprache. Sie legen oft weniger Wert auf die didaktische Weisheit oder Aussage, als vielmehr auf den Rhythmus der Sprache.
Simona Smatana: Kompostfranzi
Michael Stabaric hat aus dem Slowenischen ein Kinderbuch von Vydal Monokel, Verlag roku 2020 übersetzt.Ein hervorragend gestaltetes Kinderbuch von Smatana als Autorin und Bildende Künstlerin.
Jonathan Perry: bei einem Häufchen Laub
Philosophische Lyrik der Einfachheit. Jonathan Perry, 1993 geboren, ist nicht nur Lyriker sondern Stadtbegleiter und Straßenmusikant. Und das alles in St. Pölten.
Lothar Bruckmeier: Vom Glück, malen zu dürfen
„Nach dem Tod ist nicht zu leben“ – dieser Spruch ist widerlegt, steht doch durch diese Werkmonographie das Leben und Schaffen des 2016 verstorbenen Grafikers und Malers Bruckmeier wieder lebendig wie in keiner seiner Publikationen vor uns.
Vincents Sternennacht u. a. Geschichten: Eine Kunstgeschichte f. Kinder
68 Geschichten über Künstlerpersönlichkeiten im spannenden Erzählton für Kinder. Jeder Zugang zum Künstler ist individuell passend und verschieden von allen anderen. Einmal wird der berühmte Kunstdrucker Hokusai mit seinen Ansichten vom Fuji zum Großvater einer Ich- Erzählung, dann wird das Zwiegespräch zwischen dem Portraitiertem Arnolfini und dem Maler Jan van Eyck als Anlass für die Vorstellung der Künstlerpersönlichkeit genommen und meist wird aus der Sicht des Künstlers selbst erzählt, wie es zu einem Gemälde kam. Zur Zeit der französischen Revolution schildert der Maler Jacques-Louis David wie es zum berühmten Ölbild des toten Marats, des Freundes Robespierres kam und dass es denkbar sei, dass dieser Mord vielleicht den Gang der Revolution ändere. Die Adlerkrieger der Azteken werden plastisch mit ihrer Epoche in Mexiko und in Europa um 1480 geschildert.
HG. Neundlinger, Stattin, Strasser, Suter, Fotografien K. Pichler: Hier ist Literatur!
15 AutorInnen beziehen sich jeweils vor gegebenem Erinnerungsort auf einen berühmten Autor, bzw. eine Autorin. Sei es da, dass im Weinviertel Schloss Hagenberg vom Literaten Ferdinand Schmatz mit Konrad Bayer verbunden wird, Schloss Harmannsdorf von Simone Hirth mit der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, Niederhollabrunn von Xaver Bayer mit dem Dichter Theodor Kramer, Pulkau von Helmut Peschina mit Alois Vogel, dem Gründer der Literaturvereinigung Podium.
Der Alois-Vogel-Literaturpreis erinnert an ihn.
Cornelia Travnicek. Brigitta Heiskel: Zwei dabei
Träume werden wahr: Texte für Kinderbücher müssen noch sorgfältiger erarbeitet werden als herkömmliche Werke, denn in sehr wenigen Zeilen wird einem jungen Publikum eine Weltsicht dargebracht.
Simone Hirth: 365 Tassen Kaffee mit der Poesie
Schon das vorige Werk von Simone Hirth aus Leibzig/ heute Kirchstetten NÖ „Das Loch“ Verlag Kremayr & Scheriau, war so experimentell und köstlich, dass man es gelesen haben muss. Sie behandelt in Form von Briefen wohl ihre eigene Rolle als junge Mutter, die seit der Geburt im Loch sitzt. Gemeinsam mit dem unablässig schreienden Baby reflektiert sie über Gott und die Welt und möchte auch übernächtig schreiben, da sie ja Autorin ist.
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