Egyd Gstättner: Ich bin Kaiser
Wenn sich Egyd Gstättner zum 60er ein Werk schreibt, dann muss alles vorkommen, was absurd, kaiserlichköniglich, korrupt und abstrus österreichisch ist.
Wenn sich Egyd Gstättner zum 60er ein Werk schreibt, dann muss alles vorkommen, was absurd, kaiserlichköniglich, korrupt und abstrus österreichisch ist.
Über die Freundschaft:
Der kleine Hase ist auf der Suche und weiß eigentlich nicht wonach. Weil er gesprächig ist und andere Tiere um Rat fragt, kommt er zu guten Ratschlägen und wohlüberlegten Geschenken, die ihm helfen sollen. So gibt ihm der Frosch Friedolin einen Spiegel, mit dem er in sein Herz schauen soll und wünschte sich vom Hasen einen Besuch, wenn er gefunden hätte, was er sucht.
EIKON, vor 31 Jahren von Carl Aigner gegründet, ist bei der Nr. 121 angelangt. Sie ist heutzutage viel mehr als eine Zeitschrift mit über 100 Seiten. Sie ist eine Plattform für Fotografie und Medienkunst. Die Medieninhaber beteiligen sich bei Kunsteditionen und Ausstellungen im Q21/MuseumsQuartier Wien und bespielen einen eigenen Schauraum seit 2020 und geben Sonderpublikationen und –drucke heraus. Die Aufgabenfelder sind weiters nationale und internationale Kooperationen, wie u. a. Kunstmessen und die Erweiterung der eigenen Fachbibliothek.
Elfriede Bruckmeier, geb. 1940 in Wien, veröffentlicht ihre Texte seit 1982, kuratiert und leitet nun nach dem Tod ihres Gatten, dem Maler Lothar Bruckmeier, den Verein für Kunst und Kultur in Eichgraben, NÖ. Dafür haben sie den alten Bahnhof Eichgraben für Ausstellungen adaptiert und renoviert.
Frau im Universum. Als Herausgeber dieses wertvollen deutschen-englischen Bildbandes firmiert Carl Aigner. Er stellte ein Vorwort von Georg Baselitz zur Künstlerin voran, ließ den Autor Julian Schutting zu ihren Bildern eine Antwort geben und den Kurator Günther Oberhollenzer zu ihren Kohlblatt-Bildern, die 2020 in Wien ausgestellt waren, sprechen (Oberhollenzer kuratierte auch 2022 ihre Ausstellung im Museum Daubiana bei Bratislava). In einem eigenen Interview kam Carl Aigner zu den wesentlichen Punkten, die die Fotokünstlerin bewegen.
Ein Tag – ein Gedicht. Martina Sens vereinigt 150 Tage mit jeweils einem Gedicht, das oft anlässlich des Datums Bedeutung erhält oder erleidet. Die Politik zieht sich durch und daher sind die Inhalte oft mahnend oder anklagend. Es ist ihr 10. Werk und die Texte erscheinen in ihr Lieblingsgestalt: in Lyrik.
Die Musen sind`s, die Musen! Lehrberger hat in ihrem Gedichtzyklus viele interessante Ansätze, wie z. B.: „Schickt alle Engel fort … lasst nur die Musen hier, die sind aus Fleisch und Blut!“
Über das Geistesleben.
Einmal wird Nietzsche zu wenig zitiert, dann zu viel. Kann man all seinen Betrachtungen Glauben schenken? Wem widmete Nietzsche seine Publikationen? Warum war er vom ehemals hochverehrten Richard Wagner, dem er nun die vierte (1876) widmete, nachdem er die dritte „Unzeitgemäße Betrachtungen“ Schopenhauer als Erzieher (1874) betitelt hatte, enttäuscht?
Thomas Sautner ist immer gut! Und wenn sein Roman fast 500 Seiten umfasst, er einige Jahre daran gearbeitet hat, ist es noch erfreulicher! Wofür ist Sautner diesmal gut? Dank seiner intensiven Beobachtungsgabe und humorvollen Analysierung – für stetes Lächeln und intensive Gespanntheit!
Reise in die Vergangenheit. Der Protagonist löst sein Versprechen an einen kollegen seiner Lehrjahre ein und kehrt nach 25 Jahren an den Ort zurück, wo er einst tätig war. „Tätig war” ist schöngeredet, denn er hatte gemeinsam mit seinem Kollegen furchtbare Lehrjahre hinter sich. Der Juniorchef traktierte sie, wo er nur konnte und behandelte sie wild gestikulierend, finster dreinschauen, mit einfachsten Zurufen in seiner Sprüchesprache gezielt abfällig.