HONGKONG PHILHARMONIC ORCHESTRA
Ein kongenialer Abend!
Rudolf Buchbinder am Klavier und Jaap van Zweden als Dirigent
Ein kongenialer Abend!
Rudolf Buchbinder am Klavier und Jaap van Zweden als Dirigent
Prélude im Schloss
Eine Auswahl von jeweils vier bis fünf talentierten MusikerInnen des European Union Youths Orchesters spielte zwei Mal im vollbesetzten Schlosssaal ein äußerst intensives, reichhaltges Programm, das alleine schon ein Abendkonzert hätte sein können.
Nach dem so schmissigen kurzen Sound the Bells! (1993) kam als Hauptwerk das viersätzige .
Violin Concerto No. 2 (Ein spätes Hauptwerk nach seinem ersten Konzert für Violine und Orchester aus den Jahren 1974-74 entstand auf Anregung von Sophie Mutter 2o21. Es wirkte trotz der wunderbaren Stargeigerin wenig akzentuiert und nicht so sensationell wie seit 2021 angepriesen. Es verbreitete sich in kürzester Zeit der Rum dieses Werkes, das mit dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung des Komponisten Williams in Tanglewood uraufgeführt worden war. Durch die geringe Dichte, wenig Tempi-Wechsel und vielfach gleichbleibender rhythmischen Gestik konnte auch Sophie Mutter nicht ihre 50-Jahre-Erfahrung auf der Violine ausbreiten.
Schade!
Als Prélude im Schlosshof um 18 Uhr spielte das
Jazzensemble des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich
In richtiger Relax-Swing-Manier gelang es das zahlreiche Publikum für das Abendkonzert im Wolkenturm einzustimmen. Sehr stimmig und authentisch vorgetragen und moderiert von Susanne Stockhammer gab es die Swing-Oldies von Cole Porter, cheek to cheek, Stücke von Oscar Peterson, George Gershwin usw. Als einziger Song war die Ballade „Body and Soul“ von John W. Green zu sanft und zu sentimental, aber das bringt ja das Genre Ballade und das Thema mit sich.
Das Publikum war mit den neun Songs zufrieden und glücklich und bereit für den Fortgang der Swings aus den 30er Jahren.
Die Jazz-Bigband aus München ist wirklich ein Grant für Jazzklänge der feinsten Art!
Prélude im Schlosshof mit Ensemble Artiste Sonore – ein Klangkörper des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich
Flöte, Oboe, Klarinette und Fagot spielten als stimmungsvollen klassischen Auftakt französische Komponisten wie Jean Francaix, Eugène Bozza und Jacques Ibert.
Ein belebender Fanfarenstoß und eine breite Ausführung in heroischer Weise im ersten Stück. Genauso die Antwort einer US-Amerikanerin auf den „Common Man“, die gleich sechs kurze Stücke für Fanfaren schrieb. Das erste war zu hören, das der Pionierin der amerikanischen Dirigentinnen vor Ort, also Marin Alsop, gewidmet war. Beide Stücke in einer klaren Tonsprache: aufmunternd, heroisch und selbstbewusst.
Bereits die Einführung von Heinz Sichrovsky in der Reitschule war ein Pflichttermin. So wunderbar gespickt mit persönlichen und interessanten Details im Eilzugstempo vom Pult gespult ist schon ein vergnüglicher Einstieg.
Enno Poppe-Dirigent und Sarah Maria Sun-Sopran
Seit 2017 gibt es in Grafenegg einen Composer in Residence. Im Schloss sind in den Schaukästen interessante Details zu bestaunen.
Gershwins Concerto in F mit einem rasanten, genialen Lauf von Rudolf Buchbinder am Klavier –einfach atemberaubend. Es handelt sich um sein Lieblingsstück, denn es ist Buchbinders häufigst gespieltes.