GRAFENEGG ACADEMY ORCHESTRA 16.7.23
Das Ensembles der Grafenegg Academy ehrte nach Lotta Wennäkoski und neben Béla Bartók den Composer in Residence Phillippe Manoury aus Frankreich mit einem sehr interessanten „Musique II“ für Blechbläser und Schlagwerk. Ein wirklich spannendes Stück, das auch die Bedeutung des Innehaltens, der Pause miteinbezog und dem Publikum das konzentrierte Zuhören abverlangte und überaus belohnte.
Buntspecht in der HIPP-Halle Gmunden
Gratulation zur neuen Jugendschiene im Programm der Festwochen Gmunden!
Das Publikum war vorwiegend jung und stürmisch bewegt von den Songs, die sie oft schon kannten. Und das war gut so, da der lebensbejahende oft ironische – melancholische Text einen wichtigen Part innehat.
SALZKAMMERGUT FESTWOCHEN GMUNDEN
Live im ORF III
Ein perfekter Open-Air-Abend des Brucknerorchester Linz vorm Traunstein!
Die Energie des mit zahlreichen jugendlichen InstrumentalistInnen durchsetzten Klangkörppers ist phänomenal! Einfach großartig! Vor allem der äußerst junge Konzertmeister gab schwungvoll Bewegung und Rhythmus vor.
RACHID OURAMDAN Corps extrémes. Der momentane
Der Choreograf Rachid Ouramdane widmete sich diesmal dem Extremsport des Highline und Kletterns. Highline ist Laufen über Schluchten. Bei der ersten Weltmeisterschaft, 2022 in München, kamen die besten Highliner zusammen, jedoch wurde nur 65 m gelaufen oder im Freestyle bewältigt. Auf der Videoprojektion vor Ort im Festspielhaus sah man 1,6 km gespannte Doppelleine, die trotz Wind gemeistert wurde! Ein unglaubliches Gefühl der Spannung und eine Sicht in die Gedankenwelt des Akrobaten wurden vermittelt. Es geht um das Gefühl der Freiheit und auch der Angst. Existentielle Fragen und Probleme verändern sich während der Anstrengung gegen die Schwerkraft.
Am Beispiel der Kohlrabi BürgerInnentheater
Wie können wir die Erde reparieren?
Das Gemüse ist intelligenter und weitsichtiger als die Menschen!
Das Landestheater hat sich mit Nehle Dick ein positives Stück gewünscht. Wie schaut es in 200 Jahren mit uns Menschen aus?
GISELLE
Narratives Tanztheater zwischen Spitzen-Tanz und zeitgenössischem.
Akram Khan reizte es das klassische Ballettstück Giselle in die Jetztzeit zu stellen. Die romantische Liebe aus dem Stück von 1841 hat keinen Platz. Genauso wenig wie die Großgrundbesitzer. Sie werden umfunktioniert zu visuell prächtigen Fabriksbesitzer, die jedoch genauso in das Leben der Armen, in diesem Fall der Fabriksarbeiter, eingreifen. Giselle ist kein armes Dorfmädchen, sondern wie die Frauen rund um Akram Khan eine starke, unbeugsame, selbstbewusste Frau.
Last and First Men
Dass Jóhannsson mit seinem letzten opulenten Werk sein eigenes Requiem schieb, macht besonders betroffen. Kommend aus Reykjavik war er Rockmusiker, dann Komponist von Theatermusik und Kurzfilmen. Da er später elektronische Klänge sowie die Sciencefiction-Literatur von Olaf Stapledon liebte, verband er beides mit der Monumentalkunst aus dem Bildband Spomenik (mit 65 Fotografien brachialer Denkmäler am Balkan) und schuf einen neuen Soundtrack. Bereits für die Biografie Stephen Kings Die Entdeckung der Unendlichkeit hatte er die Filmmusik konzipiert und nun bewies er sich auch als Regisseur.
PARZIVAL frei nach Wolfram von Eschenbach
Vor über 800 Jahren schreib Wolfram v. Eschenbach in Tausenden von Versen dieses Dramas über einen im Wald (nicht)erzogenen Tölpel, der doch christlicher Gralsritter wird und König Anfortas beerbt.
FASO, DANSE, THÉATRE: WAKATT
Emotion ist Tanz
Wegen Corona verschoben, gelangte das Programm „Wakatt„ 2020 in Düsseldorf zur Uraufführung und nun erst nach Österreich zur Premiere ins Festspielhaus St. Pölten. Es stellt musikalisch wie choreografisch eine Brücke zwischen Afrika und Europa her und bringt vor allem Elemente aus Burkina Faso zu uns
Drei Schwestern
„WODKA, TANZ und SEX; SPIELEN und VERSPIELEN – oder – von der WIEDERHOLUNG der WIEDERHOLUNG“
Die Sehnsucht ist es, die sie treibt! Rückwärtsgewandt nach Moskau und vorwärts genauso in die Metropole Moskau. Sie sind die drei Schwestern, denen sich stets Unbill in den Weg stellt. Der Bruder verspielt ihr Haus, die Schwägerin agiert kalt, herzlos und wird stets brutaler. Die Liebe ist nicht mehr was sie einst zu sein schien und wird nur mehr von dem Ehemann Maschas, der mittleren der drei Schwestern, und vom Bruder Andrej fast scheinheilig und situationsfremd, stilistisch hochgehalten.
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