Last and First Men
Dass Jóhannsson mit seinem letzten opulenten Werk sein eigenes Requiem schieb, macht besonders betroffen. Kommend aus Reykjavik war er Rockmusiker, dann Komponist von Theatermusik und Kurzfilmen. Da er später elektronische Klänge sowie die Sciencefiction-Literatur von Olaf Stapledon liebte, verband er beides mit der Monumentalkunst aus dem Bildband Spomenik (mit 65 Fotografien brachialer Denkmäler am Balkan) und schuf einen neuen Soundtrack. Bereits für die Biografie Stephen Kings Die Entdeckung der Unendlichkeit hatte er die Filmmusik konzipiert und nun bewies er sich auch als Regisseur.
Festspielhaus St. Pölten 18.2.23
Johann Johannsson mit Tonkünstler