Roswitha Klaushofer: Die Inseln
Weite statt Enge. Nach dem Lyrikband „Hinter dem Scheibenglas“ (Edition Tandem 2014) mit eigenen Zeichnungen hat nun Roswitha Klaushofer, Lyrikerin und Musikerin aus Zell a. See/Szbg. einen Gedichtband nach 16 losen Blättern von Wolfgang Seierl zusammengestellt. W. Seierl, geb. 1955 Wien, studierte Musik in Wien/Szbg.und Malerei an der Akademie der bildend. Künste Wien und hat mit der Lyrikerin die Musik als Verbindungsglied.
Schloss Leopoldskron. Geschichte und Gegenwart.
Sein kunstsinniger Neffe Franz Laktanz gestaltete Garten und Park nach der damaligen Mode und der dritte Schlossherr, Max Reinhardt, holte Vasen, Skulpturen und Figuren (teilweise aus NÖ, Schloss Thürnthal u.a.), baute eine umgebende Mauer, eine Bootsanlegestelle und holte u.a. 21 Orangenbäume, die 70 Jahre alt und z.T. 5 m hoch waren aus Schönbrunn. Sein geliebtes Juwel, das indirekt 1920 Salzburg die Festspiele gebracht hatte, musste er wegen der Nazifizierung aufgeben. Er trauerte sein Leben lang.
Johanna Datzreiter/Schwester: Wo der Pfeffer wächst.
„Die Zugvögel nach Afrika lassen sich von Turbulenzen unterwegs nicht beirren. Sie kennen ihr Ziel und verfolgen es bis zu ihrer Rückkehr.“ So lautet eines der zahlreichen liberianischen Sprichwörter, die den über 80 Berichten ab der Ankunft der Franziskaner-Missionarin 1974 in Liberia vorhergehen. Schwester Datzreiter stammt aus Frankenfels/Obergrafendorf NÖ und trat mit 18 Jahren ins Kloster der „Franziskannerinnen Missionarinnen Mariens“ in Eichgraben/Wienerwald ein. Als Lehrerin der Armenschule im Norden Liberias eingesetzt, konnte sie ihre pastorale und soziale Tätigkeit, unterstützt von der Missio Österreich und den kirchlichen Hilfswerken, vor allem der Diözese St. Pölten und der Emmaus-Gemeinschaft, beginnen. Während der 15 Jahre Bürgerkrieg musste sie selbst 4x flüchten und war stets Betreuerin der Binnenflüchtlinge in diversen Camps Guineas, der Elfenbeinküste oder Ghanas.
Mario Andrea Rigoni: Gespräche mit meinem Dämon
Franziska Raimund haben wir es zu verdanken, dass es diesen einzigartigen Gedichtband für eine deutsche Leserschaft gibt! Rigoni war Professor für Italienische Literatur in Padua, Essayist, Kritiker, Autor, Übersetzer von E.M.Cioran, Kulturberichterstatter für “Il Corriere della Sera“ usw. Er verstarb am Tag der Beendigung dieser Übersetzung 2021 in Biadene di Montebelluna.
Er ist ein kritischer, mit sich selbst unzufriedener Dichter, der (Zitat S. 9: „Epitaph / Er hasste sich, er verachtete sich, aber er liebte und wurde geliebt: / dies war das Paradoxon seines Geschicks.“
Maria Linschinger/Erzählung, Solmaz Farhang/Zeichnung: Herr Pomeranz lernt lachen
Der Mond ist keine Sichel, sondern eine Melonenscheibe. Maria Linschinger schrieb spannende Erzählbände aus ihrer früheren Heimat Jenbach/Tirol, aus ihrer jetzigen rund um den Traunsee sowie Kinder- und Jugendbücher. Nun liegt ein Band vor für Vor- und Schulkinder. Spannend und lustig wie die Illustrationen von Solmaz Farhang. Diese sind wie Collagen aufgebaut und erweitern die Erzählung um Leuchtkraft und facettenreiche Vielfarbigkeit.
Roswitha Klaushofer: Wild Rosen Gold
Klanguniversum - Schaut man Roswitha Klaushofer zuhause in ihrem Wohnzimmer über die Schulter, blickt man auf einen Buchstabenkasten für Vorschulkinder.
Anneliese Merkac-Hauser: Fernweh sucht Heimweh
Texte schleppen dich in Träume. Die Lyrik Annelieses Merkac-Hauser, geboren 1952 in Grieskirchen/OÖ, Germanistin und Musikpädagogin in Salzburg und Viktrin/Klagenfurt, ist kein Genre, das Rosen streut und in der Natur Kraft schöpft. Ihre Lyrik ist viel differenzierter, viel weiter und essentieller. Sie schöpft und vergibt Kraft. Ihre Worte drücken Brennnesseln auf die nackte Brust – und das tut dennoch gut.
Hannes Vyoral: ein augenblick noch ewigkeit
Stille Reflexion: Vyoral wurde 1953 in Neu-Guntramsdorf/ NÖ geboren, ist Autor von ca. 40 Büchern, gründete mit Gerhard Ruiss u.a. 1982 die Organisation des „Ersten österreichischen Schriftstellerkongresses” und war Schriftführer der IG-Autoren, Lehrbeauftragter an den Instituten Publizistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Innsbruck, Salzburg, Wien. Er gab diverse Nachschlagwerke aus dem Bereich bildende und angewandte Kunst und drei Ausgaben des „niederösterreichischen Kulturhandbuches” heraus und war 2005-17 Geschäftsführer beim Podium und publizierte die Lyrikbuchreihe „podium porträt” und „neue lyrik aus Österreich”. Seine Lyrikbände zuletzt: „weiß ist gedicht genug” 2013, Ed. Thurnhof; „sasso piano” 2017 Feribord Nr. 15; „jahrland. kalendergedichte” 2017 Ed. Lex Liszt und nun das Podium Porträt mit 58 Lyrikminiaturen.
Thomas Mulitzer : Tau
Auf den Spuren von Thomas Bernhards Icherzähler in „Frost“. In Bernhards Erstlingsroman, geschr. 1931, wird ein Student nach Weng/Szb. geschickt, um den Maler Strauch, der als krank und verrückt gilt, zu observieren. Der Maler zeigt in Wirklichkeit in endlosen Monologen die Kälte der Menschen auf, berichtet vom Frost, der in die Seelen gezogen ist, vom Leiden, vom Eckel beim „Anblick der Fetzen von Kindern auf den Bäumen“ (nach dem I. WK geschr.) und von der Besessenheit der Menschen, die die Welt zur Hölle machen.
Zdenka Becker: An einem anderen Ort
„Hätte ich an einem anderen Ort die sein können, die ich nicht war, oder bliebe ich die, die ich schon immer bin?“ – so der erste Satz zum von der Autorin aus Eger/ Tschechien, etwa 60 km entfernt vom seitherigen Ort ihres Wirkens und Tuns. Heißt es nicht vielmehr: Hätte ich die werden können, die ich nun bin? Ja, diese Frage stellt sich auch uns stets. Wer bleibt schon am Ort seiner Geburt und seines Aufwachsens? Ist es nicht von Vorteil in die Welt hinaus zu ziehen und eine andere zu werden, was ja sowieso gelingen wird?
Seitennummerierung
- Vorherige Seite
- Seite 15
- Nächste Seite