Elfriede Bruckmeier: Kostproben
Elfriede Bruckmeier, geb. 1940 in Wien, veröffentlicht ihre Texte seit 1982, kuratiert und leitet nun nach dem Tod ihres Gatten, dem Maler Lothar Bruckmeier, den Verein für Kunst und Kultur in Eichgraben, NÖ. Dafür haben sie den alten Bahnhof Eichgraben für Ausstellungen adaptiert und renoviert.
Marielis Seyler: Momentum Frau
Frau im Universum. Als Herausgeber dieses wertvollen deutschen-englischen Bildbandes firmiert Carl Aigner. Er stellte ein Vorwort von Georg Baselitz zur Künstlerin voran, ließ den Autor Julian Schutting zu ihren Bildern eine Antwort geben und den Kurator Günther Oberhollenzer zu ihren Kohlblatt-Bildern, die 2020 in Wien ausgestellt waren, sprechen (Oberhollenzer kuratierte auch 2022 ihre Ausstellung im Museum Daubiana bei Bratislava). In einem eigenen Interview kam Carl Aigner zu den wesentlichen Punkten, die die Fotokünstlerin bewegen.
Martina Sens: PoeSENSkalender
Ein Tag – ein Gedicht. Martina Sens vereinigt 150 Tage mit jeweils einem Gedicht, das oft anlässlich des Datums Bedeutung erhält oder erleidet. Die Politik zieht sich durch und daher sind die Inhalte oft mahnend oder anklagend. Es ist ihr 10. Werk und die Texte erscheinen in ihr Lieblingsgestalt: in Lyrik.
Renate Lerperger: Ausgewählte Lyrik
Die Musen sind`s, die Musen! Lehrberger hat in ihrem Gedichtzyklus viele interessante Ansätze, wie z. B.: „Schickt alle Engel fort … lasst nur die Musen hier, die sind aus Fleisch und Blut!“
Andreas Urs Sommer : Nietzsche und die Folgen
Über das Geistesleben.
Einmal wird Nietzsche zu wenig zitiert, dann zu viel. Kann man all seinen Betrachtungen Glauben schenken? Wem widmete Nietzsche seine Publikationen? Warum war er vom ehemals hochverehrten Richard Wagner, dem er nun die vierte (1876) widmete, nachdem er die dritte „Unzeitgemäße Betrachtungen“ Schopenhauer als Erzieher (1874) betitelt hatte, enttäuscht?
Thomas Sautner: Pavillon 44
Thomas Sautner ist immer gut! Und wenn sein Roman fast 500 Seiten umfasst, er einige Jahre daran gearbeitet hat, ist es noch erfreulicher! Wofür ist Sautner diesmal gut? Dank seiner intensiven Beobachtungsgabe und humorvollen Analysierung – für stetes Lächeln und intensive Gespanntheit!
Harald Darer: Blaumann
Reise in die Vergangenheit. Der Protagonist löst sein Versprechen an einen kollegen seiner Lehrjahre ein und kehrt nach 25 Jahren an den Ort zurück, wo er einst tätig war. „Tätig war” ist schöngeredet, denn er hatte gemeinsam mit seinem Kollegen furchtbare Lehrjahre hinter sich. Der Juniorchef traktierte sie, wo er nur konnte und behandelte sie wild gestikulierend, finster dreinschauen, mit einfachsten Zurufen in seiner Sprüchesprache gezielt abfällig.
Jürgen Landt - Verkehr vorerst gestoppt
Seit über 20 Jahren schreibt Jürgen Landt über das Dasein, das in die Welt-geworfen-sein. Er formuliert ungewöhnlich direkt, also ungeschminkt und ungeschönt. Er ist gewiss ein Außenseiter, schreibt er doch im Erzählton, untergemischt sind direkte Reden, ohne klar erkennbaren Aufbau der Handlung, vom „Abkratzen”und „Unwohlsein” im normalen Ablauf des Lebens.
Josef Enz: Frottage
2022 gab Josef Enz meine Lieblingswerke, die Aphorismensammlung mit Zeichnungen: CAPUT:Kopf sowie den Band KUNST STURZ: Enchiridion der Kunstbetrachtung heraus. Und wie er selber sagt: Hat die Kunstform der Handzeichnung und ein Aphorismus eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit – Kein Strich, kein Wort ist zu viel, treffsicher, konzise, nicht genauigkeitsabhängig, dafür aber frei im Geist und in der Phantasie.
Axel Karner: In adern dünn brach licht
Lebens-Miniaturen: Axel Karner wurde 1955 in Zlan, Oberkrain/Slowenien geboren, unterrichtete in Wien evangelische Religion und darstellendes Spiel und soziales Lernen. Er veröffentlichte nun seinen siebten Gedichtband. Dieses Mal fehlen die Illustrationen. Sie müssten Wunden, Tod und Verbrechen beinhalten. Die Texte kommen daher im Umfang klein und zart, in der Wirkung umso gewichtiger einher.
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