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SIDI LARBI CHERKAOUI : EASTMAN

Wertvolle REFLEXION und MEDITATION auf dem alten Dachboden.

Drei Flämische Künstler - der bildende Künstler Hans Op de Beeck, der Musiker Floris De Rycker und der Modedesigner Jan-Jan Van Essche – gemeinsam mit Sidi Larbi Cherkaoui auf der Suche nach Traditionen und Wurzeln. Was ist meine Identität? Wie definiere ich sie, vor allem wenn Kunst keine Grenzen kennt. Außerdem entsteht Kunst dort, wo verschiedene Einflüsse aufeinander treffen. – Die beschäftigt Sidi Larbi Cherkaoui immer schon – und diesmal hat er es umgesetzt: Die Eigenart des Flämischen gefunden und sich auch mit dem Konfliktpotential einer Truppe aus der Ukraine, dem Kongo, Kanada, Deutsch- und Russland, Japan, Israel oder Amerika auseinander gesetzt. Auch der Gegensatz zwischen dem präsenten Mann und der bevormundeten Frau durch die Jahrhunderte wird spürbar. Betrachtet wird von außen und von innen, als Sightseeing Tour und als Einzelner, Einzelne. Auch die Erinnerungen sind vielfältig und das Fließen von einem Zustand in den anderen, von einer Zeit in die nächste oder vorige ist Spannung pur.

Wiener Philharmoniker / Rudolf Buchbinder / Esa-Pekka Salonen

Der perfekte KLANG/KÖRPER

Eine Freude sind die Wiener Philharmoniker mit ihrem präzise gespielten Klang Bereits der Auftakt von Ravels „Le Tombeau de Couperin“ 1919im Wolkenturmeine wies eine überaus große Dichte auf. Er schuf diese Klaviersuite, die zu Beginn aus 6 Sätzen bestand und zu 4 verdichtet worden war, zu Ehren bekannter Gefallener des ersten Weltkrieges und verstorbener Größen aus seinem Bekanntenkreis. Sprudelnd und brillant schuf Ravel ein leichteres, sentimentales Menuet, dem ein Finale in Richtung Igor Strawinskis „Pulcinella“ folgte.

Auditorium / Matinee Kammermusik / Rudolf Buchbinder

Zwei Quintette für Klavier, zwei Violinen/ A. Power & J. Gil Rodriguez, Viola/ E. Ringstad und Violincello/ R. Gilliver standen auf dem Programm. Rudolf Buchbinder am Klavier war das bestimmende Glied, das für Frische und Tempo sorgte. Bei der Uraufführung im Gewandhaus in Leipzig saß die 24-Jährige Clara Schumann am Klavier, der Robert Schumann das Klavierquintett widmete. Heute wie damals war es ein voller Erfolg mit vielerlei Facetten, von nachdenklich, melodisch bis stürmisch aufbrausend und im zweiten Satz trauernd. Zum Finale hin drängend und kräftig.

1. Konzert der Grafenegg Academy 2022

Das erste Konzert nach nur einer Woche Probezeit mit 64 junge Musiktalente aus 25 Nationen fand indoor in Grafenegg statt. Dadurch war das Hörerlebnis wunderbar konzentriert. Man spürte die intensive Auseinandersetzung mit einem vielfältigen Repertoire, das nur den wenigsten Instrumentalisten bekannt war. Das tat der Intensität der Aufführung gut. Man spürte die  hohe Konzentration und bewunderte beide Kuratoren in so kurzer Zeit ein so anspruchsvolles Konzert auf die Bühne zu bringen.

1. Konzert der Grafenegg Academy 2022

Heuer hat wieder der charismatische künstlerische Kurator Håkan Hardenberger die Leitung, der sich Colin Currie, den internationalen Schlagwerk-Interpreten, mit ins Boot geholt hat.

Das erste Konzert nach nur einer Woche Probezeit mit 64 junge Musiktalente aus 25 Nationen fand indoor in Grafenegg statt. Dadurch war das Hörerlebnis wunderbar konzentriert. Man spürte die intensive Auseinandersetzung mit einem vielfältigen Repertoire, das nur den wenigsten Instrumentalisten bekannt war. Das tat der Intensität der Aufführung gut. Man spürte die  hohe Konzentration und bewunderte beide Kuratoren in so kurzer Zeit ein so anspruchsvolles Konzert auf die Bühne zu bringen.

Neujahrskonzert mit Caroline Melzer und Alfred Eschwé

Ein bewegendes Programm von Franz v. Suppé , Puccini oder Bizet bis Helmesberger, Dvorak, Rimski-Korsakow, Schmetterer, Léhar, Joh. Strauss Vater und Sohn sowie die obligaten Neujahrskonzert-Zugaben – wie alljährlich wundervoll, pointiert kommentiert und zusammengestellt von Alfred Eschwé. Seine kurzen Statements und Hinweise machen das Publikum aufmerksam auf Details – ob der Kuckuck  in Joh. Strauss: Polka francaise „Im Krapfenwaldl“ in  einen Wettstreit mit anderen Vogelstimmen verfällt – oder ob Joh. Strauss Vater nach Recycling-Manier in 14 kleinen Stücken immerhin 10 Komponisten verbratet.

DAS FRÜHLINGSOPFER/COMMON GROUNDS

Der Sohn der 2009 verstorbenen Ikone Pina Bausch lud 137 TänzerInnen ein, aus denen dann 38 schwarzafrikanische TänzerInnen als finales Ensemble zusammengestellt wurden, das Le Sacre du Printemps von Igor Strawinski nach der Choreografie seiner Mutter zu tanzen. 1975 bereits hatte diese dieses Werk choreografiert und nun sollte es das erste Mal nur von Schwarzen getanzt werden. Salomon Baush besuchte Germaine Acogny in ihrer afrikanischen Tanzschule École des Sables in der Nähe von Dakar, die sie gemeinsam mit ihrem Mann aufgebaut hatte, nachdem die zeitgenössische Tanzschule Mudra Afrique, die sie 5 Jahre leitete, ihre Tore schließen hatte müssen.