Katalin Pécsi: Salziger Kaffee
Unerzählte Geschichten jüdischer Frauen. Da die Autorin und Sammlerin von Erzählungen jüdischer, vor allem ungarisch-jüdischer, Frauen meint, die Stimme der Frau aus den Kriegstagen des II. WK fehle, habe sie zu sammeln begonnen. Zuerst startete sie Vorlese- Stunden in Kaffeehäusern oder Galerien in Budapest, um 2007 wurden diese auf Ungarisch und Englisch zu drucken.
Makedonissimo – Very Macedonian
Crossover-Konzerte mit den Tonkünstlern NÖ sind immer ein Geheimtipp. Jedesmal auf Grund der Gäste, die selten oder nie mit einem so großen Ensemble an klassischen Instrumentalisten auf der Bühne stehen, ergeben sich spontane Momente, die die Lust am Musizieren spürbar machen!
Margit Mössmer: Das Geheimnis meines Erfolges
Einfühlsamkeit in ungewöhnliche Situationen und gegenüber einem „einzigartigen” Kind wird der Mutter Nina abverlangt. Sie ist am Ende ihrer Kräfte und sucht vergebens Rat oder eine brauchbare Diagnose bei Ärzten. Vieles ist verdreht, z.B. isst das Kind nicht, tyrannisiert als Baby Tag und Nacht die alleinerziehende Mutter durch ihr ununterbrochenes Schreien. Die Mutter erklärt der hinzugezogenen Ärztin: Mein Kind schreit nicht, weil die Ohren entzündet sind, sondern die Ohren sind entzündet, wegen dem vielen Schreien!
Émil Jadoul: Bär singt
Émile Jadoul hat auf ganz großartige Weise nicht nur getextet sondern illustriert, dass eine Einheitlichkeit und gegenseitige Durchdringung von Text und Bild gelungen ist, die unnachahmlich scheint.
Attilio Bertolucci: In unsicherer Zeit
Momentaufnahmen aus dem italienischen Alltag, dem Durchstreifen der Natur und dem steten Beobachten als Voraussetzung fürs Poetische. Die Sprache Bertoluccis gibt mehr her, als es scheint. Sie verbirgt auch mehr und poetisiert, wo unglaublich einfache Dinge berührt/erzählt werden. Bertolucci, könnte man meinen, bearbeitet anspruchslose Themen, verinnerlicht sie und hebt sie durch die eigenen Augen gesehen wieder ins rechte Licht der Sprache und des Ausdrucks.
Harald Vogl: bandsalat & bildgewitter
Harald Vogel aus Steyr lebt in Amstetten publiziert in Literaturzeitschriften und Anthologien und legte nach 2017 „Im stillen weiß ungelesener blicke” 2018 seinen zweiten Lyrikband vor.
Markus Grundtner: Die Dringlichkeit der Dinge
Liebe und Recht, Lebenslust und Juristerei – wie geht das Match aus, wenn ER Hardcore Jurist und SIE Liebhaberin des Lebens ist? Jedenfalls zehren Juristenjahre mehr aus als Menschenjahre. So sieht Klaudia, die Lehrerin für Italienisch und Latein in Wien werden will, das Äußere des um 10 Jahre jüngeren Mathias. Er steht am Anfang seiner Karriere als Anwalt. Beim Ablegen der letzten Monsterprüfungen fällt ihm wieder ein, dass er eigentlich wie sein Vater Polizist werden wollte. Doch gerade sein Vater stellt fest: „Entscheide dich, entweder als Polizist das Recht vor dem Menschen zu schützen oder als Anwalt den Menschen vor dem Recht.”
Manichi Yoshimura: Kein schönerer Ort.
Katastrophe vorbei? Es ist eine Zwischenzeit, eine Zeit der Ängste, des Verschweigens, Verdeckens und Sterbens. Niemand wird angeklagt, kein Schuldiger genannt und doch weiß der Leser um den totalitären Staat und seine Unterdrückungsmechanismen. Jede Reaktor-Katastrophe mag gemeint sein, jedenfalls ist es anlässlich der Reaktorkatastrophe Fukushima vom 11.3.2011 in Japan geschrieben und 2018 ins Deutsche übersetzt worden.
Rolf Gregor Seyfried: Das Ende des Festes
Stellen Sie sich vor, Sie gehen jeden Mittwoch zur selben Zeit in die Wohnung des Nachbarn und nehmen dort ein Edbeerjoghurt aus dem Kühlschrank und essen es genüsslich. Die Frage ist dann, was tun mit dem leeren Becher? Was wird er Nachbar dazu sagen? Er sagt, nichts, er grüßt Sie weiterhin freundlich am Gang – oder war das soeben nicht wirklich eindeutig freundlich? - Und schon sind Sie mitten in der Handlung, Teil der Handlung. Nicht minder skurril ergeht es Ihnen, wenn das Spiegelbild NEIN sagt, während Sie JA gesagt haben. Sie sich nackt auf einer leeren Straße in einer verlassenen Stadt befinden und - ja die Gedanken fordern eine Fortsetzung der Geschichte….
Egyd Gstättner: Mein Leben als Hofnarr
Es ist verdammt hart, vom Schreiben als Autor leben zu wollen. Auch wenn man sein 18. literarisches Werk herausgibt und diverse Kolumnen schreibt/schreiben will, ist man den Zumutungen des Literaturbetriebes ausgeliefert. Diese Zumutungen und wie man sich darüber (nicht)ärgert und ständig in den Arsch beißt – das ist diesmal Gstättners Thema.
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