Katrin Bernhardt: aufbrechen. Gedichte.
Die Autorin lebt im Burgenland und in Wien. Sie studierte Archäologie und Philosophie, war Sängerin und Texterin und erhielt zahlr. Preise für ihre Lyrikbände: Fallen ohne Aufprall 1995, Fluchtplan lebt nicht mehr 1998 Bibl. d. Provinz, Auf bittere Haut geschrieben 2013 Ed. Lex Liszt, sowie der Prosaband: Die Gesichtslosen 2000 Bibl. D. Provinz.
Karin Peschka: FanniPold
Weg von Stammtisch und Freundinnen! Hätte sich Fanni doch nicht überreden lassen, sich von ihren Stammtischfreundinnen einen Tandem-Gleitflug schenken zu lassen. Sie hatten es gutgemeint, da sie ihre Freundin Poldi aufmuntern wollten, die ihnen eine Krebskrankheit vorspielte. Fanni wollte durch die Krankheit Mitgefühl, Aufmerksamkeit und vielleicht Respekt ernten. Jedenfalls war sie mit ihrem Leben fertig, wollte nicht mehr wie alle anderen „funktionieren“ und das ewig Gleiche des Alltags nicht mal mehr mit einem Urlaub unterbrechen.
Thomas Sautner: Nur zwei alte Männer
Liebevoll wie immer zeichnet Thomas Sautner seine Figuren. In seinen vorangegangenen Romanen waren Männer Nebenfiguren, daher wurde es an der Zeit auch sie in die Gefühlswelt zu heben. Zwei Herren möchten noch präsent sein. Hakim ist ein fernöstlicher Tänzer, der nur so vor Bewegungslust und Altersweisheit sprüht und sein Gegenpart, Joseph Wasserstein, ist grantig und fahl, einer der nur mehr sein Herz und Gemüt selten aufmacht.
Ludwig Laher: Schauplatzwunden.
Wieso lesen wir Krimis, verfolgen im TV Mörder oder sehen uns Action-Filme an? Hat es doch am Schauplatz Österreich in den 40er Jahren genügend KZs und Arbeitslager gegeben, in denen es grausamer war, mit wenig raffinierter Technik aber brachialer Muskelkraft jemand vom Diesseits ins Jenseits befördert worden ist, und vorher wehrlos ausgebeutet, erniedrigt und missbraucht worden sind! Ach! Stimmt schon, das waren ja Arbeitsscheue, Asoziale, Wehrkraftzersetzer, Zigeuner oder Juden – Untermenschen - die keinen James Bond oder Inspektor brauchten um ins Rampenlicht gezehrt zu werden!
Markus Mirwald: Eine leise Ahnung von etwas Neuem
Marie von Ebner Eschenbach x 4. Nun ist es seit 2017 bereits der vierte Band an Aphorismen, die Mirwald zuerst in Handschrift und darunter in gesetztem Druck Seite für Seite präsentiert. Wie es der Sinn von Aphorismen ist, kommt Wesentliches zutage, Lebensphilosophie, - weisheit, gepaart mit Deutlichkeit und Klarheit und Feinsinnigkeit.
Hans Raimund: NEIGUNGEN
Zuneigungen, Abneigungen, Verneigungen – so heißt der Untertitel und ist kritisches Programm des nun erschienenen Werkes Hans Raimunds. Er gilt als hervorragender Lyriker, Buchautor, Übersetzer etc. und weist eine ganze Reihe von inländischen und italienischen Würdigungen und Preisen vor. Er war berufsmäßig 13 Jahre in Duino/Triest schreibend und übersetzend, Lehrer an einer internationalen Schule, jedoch nicht als Grenzgänger, sondern sich freudig auf den Ort einlassend und veröffentlichte dort 6 seiner ca. 30 Bücher.
Schloss Leopoldskron: Geschichte und Gegenwart
Zeitreise: Anlässlich 75 Jahre Salzburg Global Seminar wurde dieses umfangreiche Werk an Carl Aigner u.a. in Auftrag gegeben. Dieses von der USA während der Besatzungszeit im amerikanischen Teil Österreichs gegründete Seminar diente zuerst als transatlantische Spange zum Austausch von Themen nationaler und globaler Interessen und ist mittlerweile im Dienste einer humanitären globalen Gesellschaft nicht wegzudenken.
Thomas Ballhausen: In dunklen Gegenden
Wenn man ein Werk von Thomas Ballhausen liest, sieht man sich um ein weiteres um. So soll es ja auch sein!
Th. Ballhausen wurde 1975 in Wien geboren und studierte dort Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik und Philosophie und arbeitet im Literaturhaus Wien. Er erhielt den Reinhard-Priessnitz-Preis und den Holfeld-Tunzer-Preis u.a., ist seit 2012 ordentliches Mitglied der Europäsichen Akademie der Wissenschaften und Künste. 2015 erschien „Signaturen der Erinnerung“; 2016 „Gespenstersprache“; 2017 „Mit verstellter Sprache“. Zuletzt erschien sein spannender Gedichtband: „das Mädchen Parzival“ im Limbus Verlag Innsbruck.
Friedrich Hahn: Die Rahmenhandlung
Ein Existenzroman mit Spannung und doch Alltäglichem. Friedrich Hahn hat seinen Protagonisten Winfried in 45 Episoden durch das letzte Jahr vor der Pensionierung in seinem Geschäftsalltag begleitet und in die Seele geschaut. Winfried ist weder zimperlich noch unkreativ. Sein Rahmengeschäft geht zu Corona-Zeiten nicht besonders gut und er schaut ob er es mit neuen Verkaufsideen, Verschränkungen mit dem Repertoire der Buchhändlerin oder mit Einsparung seines Mitarbeiters wieder beleben kann.
Hg Wolfgang Kühn: Neue Literatur aus Österreich: auf tau chen
Wolfgang Kühn, der Mitbegründer/Mitherausgeber des DUM (seit 1922), das ultimative Magazin, Sänger der Gruppe „Zur Wachauerin“, HG von CDs „aufhorchen“, „Vesselsky/Kühn: wauns amoi so aufaungt“ und „wia waun“. Außerdem Hans-Weigel-Literaturstipendiat des Landes NÖ 2018/19 ist der engagierte Herausgeber dieser Anthologie. Seine Song-Titel und Texte wie z.B.:“woidviertel am meer“ oder „im kölla“ usw. aus der ersteren (übrigens wirklich sehr empfehlenswerten!) CD nehmen schon das Thema des vorliegenden Bandes vorweg: Sichtweisen zu „Stadt-Land“. Und das natürlich gesellschaftskritisch und die jungen AutorInnen fördernd, wie es ja auch die LitGes vor allem im nächsten „etcetera Heft LitArena“ verwirklicht.
Seitennummerierung
- Vorherige Seite
- Seite 12
- Nächste Seite